Was ist Taekwondo

Taekwondo stammt aus Korea und ist eine Kampfkunst, die oft als Kampfsport ausgeübt wird. Das Wort besteht aus drei Silben: „tae" Fusstechnik, „kwon" Handtechnik und „do" der Weg. Taekwondo ist vor allem auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt. Dies spiegelt sich vor allem in den Fusstechniken wider, die das Taekwondo dominieren, viel stärker als bei anderen vergleichbaren Kampfsportarten. Taekwondo entwickelte sich in Korea, nachdem 1945 dort die japanische Vorherrschaft endete. Seinen Ursprung hatte Taekwondo im japanischen Karate, und der Begriff selbst tauchte erstmals 1955 auf.

Heute gibt es hauptsächlich drei Taekwondo-Stile, die sich in der Form der Ausübung und im sportlichen Kampf unterscheiden: ITF traditionell, ITF reformiert und WT.

Taekwondo – die Verbände und ihre Organisation

Taekwondo ist international in unzählige Verbände zersplittert. Jedoch gibt es zwei Weltverbände, die das Geschehen dominieren: zum einen der ITF, der 1966 gegründet wurde, und der WT, gegründet 1973. Die meisten Länder gehören dem WT an, da dieser für das olympische Taekwondo massgeblich ist. Nur Angehörige des WT können an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Der WT wurde 1973 in Seoul gegründet, dies geschah deshalb, weil der ITF zu der damaligen Zeit seinen Sitz nach Wien verlegte. Die Verlegung geschah, weil der Gründer nach Kanada emigrierte und die Koreaner der Meinung waren, dass dieser Sport als Nationalsport des Landes Korea seinen Sitz in Korea haben muss.

Genau aus diesen verbandspolitischen Gründen haben sich auch unterschiedliche Stile im Taekwondo entwickelt. Der WT trieb den Sport dahin, dass er publikumswirksamer und attraktiver für die Zuschauer wurde. Die Stile unterscheiden sich vor allem in der Namensgebung sowie in der Art des Wettkampfes. Die Techniken sind nahezu identisch, nur bei der Körperbewegung selbst gibt es Unterschiede.

So wird im traditionellen Taekwondo die Bewegung sehr Karate-ähnlich durchgeführt, dabei ist der Körperschwerpunkt niedrig und es wird sich auf einer Linie bewegt. Das moderne Taekwondo hat einen höheren Schwerpunkt, der Unterkörper wird häufig auf und ab bewegt. Auch die Bewegungen gehen nicht strikt auf einer Linie entlang, sondern können vom Kämpfer stark variiert werden.

Taekwondo – Regeln und Bekleidung

Die Bekleidung beim Taekwondo besteht aus einem Anzug aus weissem, leichtem Stoff, bestehend aus Jacke, Hose und Gürtel. Zu dieser Grundkleidung kommt im Wettkampf noch eine Schutzausrüstung hinzu. Jeder Schmuck muss vor Training und Wettkampf abgelegt werden. Die Füsse bleiben unbekleidet, doch für Vorführungen gibt es auch spezielle Taekwondo-Schuhe.

Die Regeln richten sich an selbstverständlichen Grundwerten wie Respekt und Formwahrung aus. So ist ein hervorstechendes Merkmal das Verneigen, damit wird dem Lehrer, aber auch dem Übungspartner Respekt ausgedrückt. Es dient aber auch der Sammlung und der Konzentration vor den Übungen oder dem Wettkampf. Diese Verneigung wird beim Betreten und Verlassen des Übungsraumes, zum Beginn und Ende der Übungsstunde sowie vor und nach Partnerübungen ausgeführt. Aber auch bei einem Bruchtest ist eine Verneigung davor und danach nötig. Der Übende fragt mit dieser Verneigung bei seinem Lehrer um Erlaubnis, diesen Bruchtest durchführen zu dürfen und dabei ausnahmsweise etwas zu zerstören.

Schulen, welche Taekwondo in der Region Zug anbieten, findet man in der Liste Kampfsport Schulen der Region Zug.

By R. Haldimann, www.kampfsport-zug.ch