Ursprung: Karate, auch Karate-Do, entwickelte sich in Okinawa, einer Insel südlich von Japan, wo es im Mittelalter für die Bevölkerung untersagt war, Waffen zu tragen. Unbewaffnete Kampftechniken wie das Karate erlebten dadurch einen grossen Aufschwung. Viele Meister entstanden, die eigene Stile entwickelten. Der Name „Karate" entstand erst im 20. Jahrhundert, vorher wurde es „To-De" genannt. Das Karate erschuf mit seiner Verbreitung auf der ganzen Welt weitere Variationen und auch verschiedene Verbände.
Typ: Kampfsport, Kampfkunst und Selbstverteidigungssystem
Was? Das Training in den meisten Karatestilen besteht aus „Kihon", der Grundschule der Techniken, „Katas", vorgegebenen Abläufen von Techniken, und „Kumite", dem freien Kampf. Karate beinhaltet ein breites Spektrum an Tritt- und Schlagtechniken. Ab höheren Stufen kommen oft noch Hebel und Würfe hinzu. Die vielen Karate-Stile spiegeln sich auch im Kanton Zug wider, denn die zahlreichen Karateschulen bieten eine grosse Vielfalt an Stilen, die alle ihre eigenen Spezialitäten besitzen.
Shotokan Karate charakterisiert sich durch seinen tiefen Stand, der dynamische und kraftvolle Bewegungen ermöglicht. Fudokan Karate stammt direkt vom Shotokan Karate ab und ist ihm sehr ähnlich. Goju Ryu Karate lehrt auch „weiche" Techniken wie Würfe, Würgegriffe, Arm- und Beinhebel, Haltegriffe und Bodenkampf. Im Kyokushinkai Karate wird im Vollkontakt gekämpft, was es zu einem der härtesten Karate-Stile macht. Shito Ryu Karate bietet historisch bedingt viele Katas und besitzt ein besonders breites Repertoire an harten und weichen Techniken.
Für wen? Karate ist für jeden geeignet, der bereit ist, den kontinuierlichen Weg des Lernens in einem System zu erleben, das nebst den bekannt hervorragenden Selbstverteidigungseigenschaften auch als Kampfkunst eine klare Philosophie verfolgt. Einige Schulen bieten ebenfalls Sportkarate an, wobei unter sportlichem Regelwerk gekämpft werden kann.
Ausrüstung: Karate-Gi
Schulen siehe Liste Kampfsport Schulen der Region Zug.
Geschrieben von Eljas Röllin, 2015 · Foto: Stock Adobe
